Heute war einmal mehr so ein Tag, an dem Nicole sich am liebsten nach dem Aufstehen direkt wieder ins Bett gelegt hätte, um weiter zu schlafen. So ein Tag, an dem sie einfach nicht richtig wach wurde, begleitet von leichten Kopfschmerzen und einem Frösteln, trotz sommerlicher Temperaturen. Seit ein paar Wochen häufen sich diese Tage, obwohl sie doch versucht, sich bewusst zu ernähren. Sie trinkt viel, treibt Sport, isst fettarm und höchstens noch einmal pro Woche etwas Fleisch. Nächste Woche wird sie ihren Arzt aufsuchen, da sich ihr Mann über ihre häufig schlechte Laune, ihre Gereiztheit und ihre Antriebslosigkeit beklagt hat.
Wahrscheinlich wird der Arzt bei Nicole einen erhöhten Eisenmangel diagnostizieren. Je nach Stärke des Mangels wird er ihr Tabletten oder direkt eine Infusion dieses lebenswichtigen Spurenelementes verschreiben.
Nach etwa drei Monaten spürt Nicole eine deutliche Verbesserung ihres Allgemeinzustandes und auch ihre Lebensfreude ist zurückgekehrt.
Frauen brauchen fast doppelt soviel Eisen wie Männer, pro Tag etwa zwei Milligramm. Ursachen für auffälligen Eisenmangel können neben der Menstruation auch häufiges Blutspenden oder schwerere Verletzungen sein.
Die Beschwerden treten dabei schleichend auf. Anfangs nur eine leichte Müdigkeit, Risse in den Mundwinkeln, kalte Hände und Füsse. Im fortgeschrittenen Stadium werden die Haare und Nägel brüchig, die Konzentration lässt rapide nach, Muskelschwäche, Schluckbeschwerden, Schlaflosigkeit und sogar Libidostörungen folgen.
Wird dieser Eisenmangel nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, kann sich eine chronische Eisenmangelanämie einstellen, mit all den oben erwähnten Beschwerden.
Eisen ist ein wichtiger Bestandteil des Blutfarbstoffs Hämoglobin, der für die Sauerstoffversorgung essentiell ist. Jede fünfte Frau leidet heutzutage an Eisenmangel, doch auch Männer können betroffen sein, falls sie an den erwähnten Symptomen leiden.
Trotzdem sollten Eisenpräparate nicht ohne ärztliche Abklärung eingenommen werden, da eine Überdosierung zu Nieren- und Leberschäden führen kann. Auch über die Ernährung lässt sich eine erhöhte Eisenzufuhr bewirken.
Eisen ist vor allem in Fleisch, Vollkornprodukten, Hirse und Hülsenfrüchten enthalten. Der Körper kann tierisches Eisen aus der Nahrung besser aufnehmen als pflanzliches. Die Aufnahme von Eisen im Magen-Darm-Trakt wird durch Lebensmittel erleichtert, die einen hohen Anteil an Vitamin C aufweisen wie Früchte oder Paprika.
Schwarzer Tee zum Essen ist nicht empfehlenswert, da unter anderem seine Gerbstoffe die Aufnahme von Eisen mindern. Obstsäfte sind besser geeignet. Generell empfiehlt sich allerdings eine vielseitige und abwechslungsreiche Ernährung – mit oder ohne Fleisch -, um das eigene Wohlbefinden und damit die Gesundheit zu unterstützen.
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